Schritt für Schritt zum perfekten Lebenslauf

In nur zehn Schritten erstellen Sie das zentrale Dokument Ihrer Bewerbung, den Lebenslauf. Ihr Lebenslauf ist Ihr wichtigster Schlüssel für Ihren Erfolg. Meistens lesen Personaler den Lebenslauf vor dem Anschreiben, daher sollten Sie den ersten Eindruck nicht verspielen.

1. Verzichten Sie auf Lebenslauf Muster und Generatoren

Im Internet finden Sie zahlreiche Muster oder Generatoren zur Erstellung Ihres Lebenslaufes. Viele der angebotenen Dokumente sind veraltet und Personaler erkennen sofort, dass Sie einen Muster Lebenslauf verwenden. Bitte bedenken Sie, dass Ihr Gegenüber in der Regel täglich unzählige Bewerbungen und Lebensläufe sichtet, da fallen diese sehr schnell auf. Gerne können Sie sich von den angebotenen Mustern inspirieren lassen, doch schreiben Sie Ihren Lebenslauf selbst.

2. Benutzen sie eine Software für Tabellenkalkulation zur Erstellung

Ihr erster Gedanke für die richtige Software wird wahrscheinlich Word (Microsoft) oder Writer (Open Office / Libre Office) sein. Wir hingegen empfehlen Ihnen eine Tabellenkalkulation wie Excel (Microsoft) oder Calc (Open Office / Libre Office). In diesen Programmen lassen sich Abstände leichter verändern und auch neue Zeilen hinzufügen oder verschieben.

3. Erstellen Sie einen tabellarischen Lebenslauf und verwenden Sie die amerikanische Form

Personaler möchten einen schnellen Eindruck von Ihrer Person gewinnen und auf den ersten Blick Ihre wichtigsten Daten und Stationen erfassen. Daher sollten Sie einen tabellarischen Lebenslauf mit klarer Struktur und Gliederung erstellen. Die zeitlichen Angabe (Monat und Jahr) befinden sich links und die Informationen rechts. Verzichten Sie auf jegliche Spielereien und Schnörkeleien.
Die amerikanische Form, d.h. in umgekehrter chronologischer Reihenfolge, hat sich in den letzten Jahren durchgesetzt. Gelegentlich können Sie noch von einem chronologischen Aufbau lesen, doch Personaler erwarten mittlerweile selbst bei Berufsanfängern die amerikanische Form. Schließlich ist Ihre letzte schulische Ausbildung (hoffentlich) spannender als Ihre Grundschule.

4. Fangen Sie mit Ihrem Namen an

Häufig wird immer noch „Lebenslauf“ als Überschrift empfohlen. Das ist jedoch überholt, fangen Sie stattdessen mit Ihrem Namen an. Der Sinn und Zweck Ihres Dokuments ergibt sich aus Aufbau und Struktur.

5. Ihr erster Gliederungspunkt: Persönliche Daten

Nennen Sie (noch einmal) Ihren Namen, Adresse, Telefonnummer und Email-Adresse. Nach dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) sind Geburtsdatum, Geburtsort und Familienstand optional. Religionszugehörigkeit und Nationalität erwähnen Sie nur, wenn diese für die angestrebte Stelle relevant sind, bspw. bei einem katholischen Arbeitgeber. Verzichten Sie auf Angaben zu Eltern oder Geschwistern.

6. Achten Sie auf ein professionelles und sympathisches Foto

In einigen Ländern wird bei Bewerbungen prinzipiell kein Foto mehr mitgesendet, in Deutschland ist dies allerdings nach wie vor Standard. Gehen Sie unbedingt zu einem professionellen Fotografen mit Erfahrung bei Bewerbungsfotos (Referenzen auf Webseite). Achten Sie dabei auf die Einräumung von digitalen Nutzungsrechten für Ihre Fotos. Als Faustregel für Ihre Kleidung wählen Sie eine Stufe besser, als Sie üblicherweise am Arbeitsplatz tragen werden. Überzeugen Sie mit Ihrer Ausstrahlung, lächeln Sie locker und freundlich. Ideal ist ein klassisches Foto im Hochformat, welches Sie rechts oben neben Ihren persönlichen Daten platzieren. Bei Bewerbungen per Post kleben Sie dieses an die entsprechende Stelle. Farbe oder schwarz-weiß ist Geschmackssache, jedoch bitte keine Ganzkörperfotos oder zu aufreizende Fotos verwenden.

7. Ihr zweiter Gliederungspunkt (wahlweise): Berufserfahrung / Berufliche Laufbahn / Beruflicher Werdegang

Beschreiben Sie Ihre bisherigen Tätigkeiten mit Ihren wichtigsten Aufgaben (maximal 5). Vergessen Sie nicht Verantwortungen für Personal oder Budget zu nennen. Bei unbekannteren Unternehmen kann auch die Angabe von Mitarbeiterzahl und Umsatz sinnvoll sein. Nennen Sie auch berufliche Erfolge oder herausragende Projekte. Verfügen Sie über keinerlei Berufserfahrung, dann führen Sie praxisnahe Inhalte aus Schule oder Studium an.

8. Ihr dritter Gliederungspunkt: Akademische und schulische Ausbildung

Auch hier beginnen Sie mit Ihrem zuletzt erworbenen Abschluss und führen anschließend weitere Abschlüsse an. Wenn Sie bereits länger berufstätig sind, nennen Sie bitte nur Ihren letzten Bildungsabschluss und verzichten Sie dabei auch auf die Nennung von Abschlussarbeiten.

9. Ihr vierter Gliederungspunkt: Kenntnisse und Fähigkeiten

Im letzten Abschnitt Ihres Lebenslaufes gehen Sie auf Ihre Sprach- und eventuelle IT-Kenntnisse ein, nennen Sie auch Weiterbildungen und sonstige Qualifikationen. Vermeiden Sie einfache Aufzählungen, geben Sie zusätzlich den Grad Ihrer Kenntnis oder Ihrer Fähigkeit an. Für Fremdsprachen können Sie sich an folgender Bewertungsskala orientieren:
  • Muttersprache
    Sie sind mit dieser Sprache aufgewachsen.
  • Verhandlungssicher
    Geben Sie dies nur an, wenn Sie schon in der jeweiligen Sprache Verträge verhandelt haben. Sie müssen auch die Deutung von Gesten und Bedeutungsnuancen dieser Sprache beherrschen. Gewöhnlich wird hierfür eine Auslandserfahrung vorausgesetzt.
  • Fließend
    Eine Konversation ist problemlos möglich, auch schriftlich können Sie in dieser Sprache kommunizieren.
  • Sehr gute Kenntnisse
    Alltagsgespräche sind ohne Probleme möglich, schriftlich sind Sie allerdings nicht ganz so sicher.
  • Gute Kenntnisse
    Sie können sich einigermaßen verständlich machen, ohne über einen großen Wortschatz zu verfügen und immer die richtige Grammatik zu verwenden.
  • Grundkenntnisse
    Häufig auch als Schulkenntnisse bezeichnet und bedeutet, dass Sie eine Basis haben auf der aufgebaut werden kann. Im beruflichen Umfeld ist diese Sprache allerdings nicht brauchbar.

Hobbys und Führerschein geben Sie nur an, wenn diese für die anvisierte Stelle relevant sind oder Ihr Profil abrunden.

10. Unterschreiben Sie Ihren Lebenslauf

Früher war es Pflicht den Lebenslauf zu unterschreiben und so die Richtigkeit der Angaben zu bestätigen. Mit der Digitalisierung wurde diese Vorgabe aufgeweicht, dennoch empfehlen wir jeden Lebenslauf zu unterschreiben. Bei elektronischen Bewerbungen scannen Sie Ihre Unterschrift ein und platzieren diese zwischen dem aktuellen Datum und Ihrem gedruckten Namen.
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